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Erlebnisse und Impressionen aus dem Jahr 2009 |
Ausstellung mit Arbeiten der Künstlerin Panagiota Kapogianni (Berlin)
Am Freitag, dem 20. November 2009, fand am Abend im Stadtbüro Leipzig die gut besuchte
Vernissage zur Ausstellung von Frau Kapogianni mit Tafelbildern und figürlichen Arbeiten statt.
Die Künstlerin wurde in Drama/Griechenland geboren und erhielt nach künstlerischem Studium in
Berlin auf den Gebieten Aktzeichnen, Maleri und Fotographie auch Ausbildungen an der Staatlichen
Erzieherfachschule und auf dem Gebiet der Heilpädagogik. Sie befasst sich auch mit koreanischer
Kalligraphie.
Ihr Schaffen präsentierte sie bisher auf zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen in
Deutschland, Griechenland, Zypern, Korea und China. Die in Leipzig ausgestellen Arbeiten
spiegeln die inhaltliche und gestalterische Vielfalt ihres Werkes wieder, wobei der Grundansatz,
von antiker bildkünstlerischer Symbolik des griechischem Altertums ausgehend auch aktuelle
philosophische und soziale Fragestellung aufzugreifen, diese Vielfalt innerlich verbindet.
Nachdem Herr Archimandrit Nikodemos Totkas feierlich die Weihe der Ausstellung vorgenommen hatte,
gab die Bildhauerin Frau Ute Hartwig-Schulz vom Künstlergut Prösitz aus der Sicht einer
Künstlerkollegin eine Einführung in das Schaffen von Frau Kapogianni.
Schauen und Gedanken auszutauschen, einen kleinen Imbiss (Kanapedakia aus dem Restaurant Sappho)
und griechische Musik zum Mitsingen und Tanzen zu genießen (dargeboten von Nikos Giannikakis und
Dr. Sokrates Giapapas) füllte den Eröffnungsabend in angenehmster Weise aus.
Auch haben wir uns sehr gefreut, dass die Generalkonsulin der Repubilk Griechenland für Sachsen,
Sachsen-Anhalt und Thüringen, Frau Magdalini Nikolaou und ihr Gatte mit dabei waren.
J. Schulz
Die Ausstellung ist noch bis 18.12.2009 im Stadtbüro Leipzig (Katharinenstraße. 2) im Zentrum
Leipzigs, neben dem Alten Rathaus, dienstags bis freitags von 14:00 bis 18:00 Uhr zu besichtigen.
Im Folgenden einige Schnappschüsse von der Vernissage.
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Erstmals ein abendliche Vereinsveranstaltung an einem Wochenende
Am Sonnabend, dem 24.10., hatten wir Gäste aus Nürnberg: 18 Mitglieder des dortigen "Kunstclubs", in dem seit 15
Jahren Griechen (zumeist in zweiter Generation in Deutschland lebend) und ein Deutscher organisiert sind und der sich
vor allem mit der Inszenierung von Theaterstücken, mit Literatur und Tanz der griechischen Heimat befasst.
"Griechische Filmtage in Nürnberg" Anfang Dezember 2008, zu dem der Regisseur Theo Angelopoulos höchstpersönlich
erschienen war, da seine Filme den Schwerpunkt des Programms bildeten, waren die Gelegenheit für mich, einen ersten
Kontakt mit diesem sehr munteren Völkchen herzustellen. Der Gedanke einer Einladung der Truppe nach Leipzig war bald
geboren, die Umsetzung in die Tat aber nicht ganz ohne Probleme:
Eine Übernachtungsmöglichkeit für etwa 20 Personen, einen geeigneten Saal und die nötigen Finanzen zu finden - all das
war nicht einfach, klärte sich schließlich jedoch durch beharrliche Suche, eine Finanzspritze des griechischen
Außenministeriums, das Eingreifen der Tanzgruppe (Elke und Wolfram) in Sachen Raum, die Unkompliziertheit unserer Gäste
und das Interesse, das die Veranstaltung letztlich bei unseren Leipziger Griechenlandfreunden fand. Der Gemeindesaal,
dazu das ganze Gebäude der Paul-Gerhardt-Gemeinde, das uns zur Verfügung stand, waren bestens für den Abend geeignet und
hatten ihren eigenen Charme.
Die Stimmung wie auch die Raumtemperatur stiegen im Verlauf des Abends, der mit einer Hommage in Wort, Musik und Gesang
für alle, die in der Fremde leben, begann und wohl eher einen historischen Rückblick darstellte, als dass er die Befindlichkeit
der heute im Ausland lebenden Griechen wiedergeben wollte. Es folgten Tänze aus verschiedenen heutigen und einstigen Gegenden
Griechenlands, angeführt vom temperamentvollen und tanzkundigen spiritus rector der Truppe Grigoris; alle Tänzer in schönen,
teils sehr wertvollen Trachten - zuletzt gemeinsam mit den Leipziger Tanzfreunden.
Für Speis und Trank war dank des Restaurants "Sappho" und Wolframs Einkauf und Dienst an der Theke gesorgt. Wir hoffen auf eine
Fortsetzung des schönen Kontakts, zumal Eleni und ich am Sonntag noch Gelegenheit hatten, unseren Gästen Leipzig ein wenig
schmackhaft zu machen. Und unsere Tanzgruppe bei einem Gegenbesuch in Nürnberg zu sehen, ist hoffentlich nicht nur ein frommen
Wunsch von mir.
Ursula Novotny
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Eleni Torossi in Leipzig
"Exotisch, skurril und nie langweilig - die griechische Familie von Eleni Torossi ist über die ganze Welt
verteilt und wenn sie zusammenkommt, wird gekocht und erzählt. Doch dabei geht es keineswegs ruhig und gewöhnlich zu.
In ihrem Buch "Warum Tante Iphigenia mir einen Koch schenkte" versammelt sie die amüsantesten Geschichten rund um ihre
Familie, verwoben mit kulinarischen Kreationen. So findet der Leser leckere und kuriose Rezepte wie Spaghetti mit
Schokoladensauce oder Zaziki mit Aprikose und Minze. Das Buch entstand aus Folgen der erfolgreichen Sendung "Notizbuch
kulinarisch im 2. Programm des Bayerischen Rundfunks."
So kündigt der Verlag LangenMüller München das neue Buch der Autorin an, das sie uns am Mittwoch , dem 14.Oktober,
im Haus des Buches vorstellte. Es war ihre dritte Lesung hier in Leipzig, so dass sich eine ansehnliche Fangemeinde zur
Veranstaltung einfand, zu unserer Freude auch die seit Anfang September im Amt befindliche neue Generalkonsulin
Griechenlands, Frau Magdalini Nicolaou, gemeinsam mit ihrem Gatten.
Frau Torossi las aus ihrem Buch, es wurde ein wenig nachgefragt, und gefehlt hat diesem Abend eigentlich nur die
praktische Umsetzung der einen oder anderen kulinarischen Anregung. Dies lässt sich wohl nach dem Kauf des Büchleins
auch noch zu Hause im Kreis der Familie oder einer griechischen Parea nachholen!
Unser Fotograf Wolfgang hat die Akteure und Zuhörer im Bild festgehalten:
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Gegenwärtige Vergangenheit: Noch immer tragen wir am Krieg
Es waren überraschend viele Menschen gekommen, ins Haus des Buches. Etwa 35. Und dabei versprach das Thema der Lesung
alles andere als gefällig zu werden: "Die Wehrmacht in Griechenland - und ihre Kinder" - so der Titel des Buches von
Dr. Kerstin Muth, das Ende 2008 im Eudora-Verlag Leipzig erschien. Unter den Zuhörern fanden sich viele Mitglieder der
Deutsch-Griechischen Gesellschaft "Griechen-Haus Leipzig" e.V., aber auch Gäste, jüngere und ältere. Sie alle hörten dem
Vortrag der Autorin aus München lange und konzentriert zu, zogen Parallelen zu eigenem Erleben - vor allem die Älteren.
Zunächst erfuhren sie von Frau Muth, die mehrere Jahre als Lehrerin gearbeitet hatte und später in Psychologie
promovierte, viele Details aus der Zeit der deutschen Besatzung Griechenlands während des Zweiten Weltkriegs - der
historische Hintergrund, vor dem sich die Schicksale der Kinder, die aus Liebesbeziehungen zwischen Wehrmachtssoldaten und
Griechinnen hervorgingen, abzeichnen. Kerstin Muth sprach über die kulturellen Bindungen zwischen Griechen und Deutschen,
über die nationalsozialistische Rassenpolitik, das Besatzungsregime der Deutschen, über Hunger und Not der griechischen
Bevölkerung. Sie sprach aber auch über die Möglichkeiten des Kontakts zwischen Besatzern und Einheimischen, über
Inszenierungen und Wahrnehmungen, über Neugier und Zuneigung und schlug damit einen spannungsreichen Bogen, der das
Einzigartige eines jeden Lebenslaufs zwischen den Extremen Haß und Liebe deutlich werden ließ. Gerade diese emotional
extrem aufgeladene Situation ist ein wichtiger Grund dafür, daß das Thema der "Wehrmachtskinder" in Griechenland - anders
als in Ländern wie Frankreich, Norwegen oder Dänemark - noch immer tabuisiert wird und daß die Frage nach den noch immer
vorhandenen und wirkenden Traumata der Kriegskinder allgemein einer individuellen und wissenschaftlichen Reflexion bedarf.
Neue Zugänge und Fragestellungen der Historiographie wurden im Gespräch zwischen Autorin und Dr. Carl Bethke (Mitarbeiter
am Lehrstuhl für Geschichte Südosteuropas der Universität Leipzig) diskutiert und provozierten die Reaktionen des Publikums.
Die machten die Allgegenwart des lange zurückliegenden Geschehens deutlich, egal ob man nun die Erinnerung und den Umgang
mit dem eigenen Erleben als traumatisch begreifen mag oder nicht.
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Gratulation und Abschied
am 4. August am Karl-Heine-Kanal
Herr Constantinos Cakioussis, seit Januar 2006 Generalkonsul Griechenlands für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit Sitz in Markkleeberg bei Leipzig, verlässt die Stadt am Ende dieses Monats, frisch vermählt mit Frau
Joanna Jannakarou, die seit 15 Jahren in Deutschland lebt, an der Leipziger Uni studiert hat und mit ihren guten
Deutschkenntnissen als Sekretärin dem Generalkonsulat eine wertvolle Stütze war.
Beiden sind wir als Verein zu tiefem Dank
verpflichtet, spürten wir doch im Verlaufe der Jahre stets ihre tiefe Sympathie, Aufgeschlossenheit und Bereitschaft zur
Unterstützung der Belange unseres Vereins.
Καλή πλεύση στο νεο σας ταξίδι
wünschten wir auf einem Spruchband, das wir über dem Karl-Heine-Kanal von der Alten Könneritzbrücke entrollten:
Gute Fahrt (zu Schiff) auf Eurer neuen Reise, beruflich (für zwei Jahre in China) und auch privat.
Unser Geschenk, eine einstündige Fahrt mit einer echten venezianischen Gondel mit einem nicht ganz echten italienischen
Gondoliere auf dem Karl-Heine-Kanal, machte den beiden (und uns, den herbeigeeilten und winkenden Vereinsmitgliedern und -freunden)
sichtlich Vergnügen.
Beim anschließenden Essen auf dem Theseus-Schiff (mit orangefarbenen Segeln!) gab es außer gutem Essen
fast keine feierlichen Reden, stattdessen sehr herzliche Worte. "Das Wichtigste, was man von einem Ort mitnehmen kann, sind nicht
Gegenstände irgendwelcher Art, sondern schöne, im Gedächtnis bleibende Erinnerungen", meinte Herr Cakioussis.
Damit sie tatsächlich bleibend sein können, hier eine kleine Fotoserie:
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Eine Grußbotschaft für Mikis Theodorakis aus Rückmarsdorf
Strahlend blauer Himmel und eine Sonne, die griechischer nicht sein konnte, begleiteten die nun schon traditionelle
Geburtstagsfeier bei Conny und Klaus Kluth zu Ehren des griechischen Komponisten Mikis Theodorakis, der am 29. Juli
seinen 84. Geburtstag beging.
Mitglieder der Deutsch-Griechischen Gesellschaft "Griechen-Haus" Leipzig e.V.,
des "Städtepartnerschaftsvereins Leipzig-Thessaloniki e.V."
sowie Nachbarn und Freunde folgten der Einladung. Alle Gäste brachten ein griechisches Essen mit, so war das Buffet sehr abwechslungsreich.
Eine kleine Buchausstellung aus dem Fundus von Familie Kluth machte neugierig und bot allen Gästen einen kleinen Einblick
in das Leben und Schaffen von Mikis Theodorakis. Sehr bereichert wurde diese Ausstellung durch Bücher aus dem südeuropäischem Raum, die Herr
Dr. Ralf C. Müller vom Eudora-Verlag Leipzig zur Verfügung stellte.
Klaus-Dieter Tietz und Thomas Renner von der Gruppe "O IATROS" ("Der Arzt") aus
Görlitz animierten die Gäste mit ihrer Musik zu griechischen Tänzen wie den Kalamatianos und natürlich auch den Syrtaki. Die Straße wurde zum Tanzsaal und
Passanten blieben verwundert stehen.
Im Laufe des Abends unterschreiben alle Gäste eine Grußbotschaft für Mikis Theodorakis,
die Familie Kluth zu ihm nach Athen senden wird. Sie hatten übrigens das große Glück, Theodorakis im letzten Jahr persönlich kennen zu lernen.
Das Kontrastprogramm kam von Kostas Papanastasiou. Er sang die von Theodorakis vertonten
Gedichte von Jannis Ritsos. Ritsos, der in diesem Jahre 100 Jahre alt geworden wäre, erhielt 1984 die Ehrendoktorwürde der Universität Leipzig.
Der Dichter Jannis Ritsos und der Komponist Mikis Theodorakis sind die großen Namen Griechenlands im Kampf für Gerechtigkeit
und Demokratie, gegen Willkür und Faschismus, gegen Unterdrückung und Ausbeutung. Ihre künstlerische Zusammenarbeit hat sie beide
weltbekannt gemacht. In der Vertonung von Mikis Theodorakis haben diese Lieder ein ganzes Volk geeint. Anlass genug, um über Ritsos und
Theodorakis zu reflektieren.
Einen ergreifenden Abschluss boten die Rezitationen von Frau Christiane Reitinger, Malerin und ehemals Lehrerin in Rückmarsdorf.
Sie las Gedichte von Kostas Papanastasiou wie dieses hier.
WIE VIELE
Wie viele Gedichte
soll ich
schreiben,
bis eine Träne
fließt?
Wie viele Gedichte soll ich schreiben,
damit
ein Kind
dem Hungertod
entrinnt?
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Picknick auf dem Fockeberg am 10.07.2009
Erstmals wurde unser Fockeberg-Picknick Opfer des Regens. Wir waren diesmal so optimistich, dass wir sogar in unserer Einladung auf die
Schlechtwettervariante, Einkehr in ein griechisches Restaurant, verzichtet hatten.
Ein harter Kern von vier Leuten traf sich schließlich doch noch am Fuße des Berges in der Wohnung unserer Vereinsfreundin
Frau Gerda Hofmann und tafelte im Trockenen mit Keftedes, Tsatsiki u.a.
Im nächsten Jahr wird unser Vertrauen auf den Wettergott nicht mehr so groß sein....
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Zu Gast beim Städtepartnerschaftsverein Leipzig - Thessaloniki e.V.
Am 08. Juli 2009 wurden wir vom neu gegründeten Städtepartnerschaftsverein Leipzig - Thessaloniki e.V.
in das Restaurant "Ambrosia" eingeladen.
Frau Dr. Novotny spannte in einer interessanten Präsentation den Bogen von den Anfängen der Städtepartnerschaft zu Zeiten der DDR im Jahre 1987 bis heute.
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